Digitale Gesundheit – Teil 18.1: Apps für Ihre Gesundheit - Überblick

Wir alle wollen gesund sein oder gesund werden.

Das ist manchmal nicht so einfach:

-  Wir müssen dafür viel wissen.

-  Und wir brauchen auch Motivation

   (Energie und Willen, etwas zu tun).

Oft denken wir:

"Vielleicht können mir Apps (Computer-Programme)

für die Gesundheit helfen.

Ich benutze Gesundheits-Apps auf meinem Smartphone

oder Tablet.

Dann kann ich mehr für meine Gesundheit tun."

Das ist eine gute Idee.

Aber: Nicht jede Gesundheits-App ist gut.

Und: Nicht jede Gesundheits-App ist sicher

und schützt private Daten (Informationen über eine Person).

 

Wir informieren Sie in diesem Artikel und in den nächsten Artikeln:

-  Was es alles für Gesundheits-Apps gibt.

-  Wobei Gesundheits-Apps helfen können.

-  Was die Risiken (Gefahren) von Gesundheits-Apps sind.

-  Wie Sie besser erkennen (sehen) können, ob eine Gesundheits-App gut und sicher ist.

-  Welche speziellen Gesundheits-Apps Ihnen Ihr Arzt verschreiben kann.

-  Welche speziellen Gesundheits-Apps bald zu Pflegende (Personen, die für vieles im Alltag Hilfe brauchen)

   und ihren Helfern helfen können. 

 

 

Das sollten Sie über Gesundheits-Apps wissen

Es ist nicht genau festgelegt (geregelt), was das Wort "Gesundheits-App" meint.

Deshalb kann es sein, dass mehrere Personen bei dem Wort Gesundheits-App nicht an das Gleiche denken.

In diesem Artikel schreiben wir das Wort "Gesundheits-Apps", wenn wir alle Apps im Bereich Gesundheit meinen.

 

Sicher wissen Sie:

Mit Produkten (Sachen) für die Gesundheit verdienen Firmen viel Geld.

Zum Beispiel:

-  mit Tees                                        

-  mit Büchern über die Gesundheit und mit Tipps bei Krankheiten

-  mit besonderen Geräten

-  mit Medikamenten

Bevor Sie ein Produkt für die Gesundheit kaufen und benutzen, wissen Sie nicht:

Ist dieses Produkt gut und hilft es?

Nur bei Medikamenten aus der Apotheke können Sie sicher sein, dass die Medikamente gut sind.

Denn:

-  Medikamente werde geprüft, bevor sie in Apotheken verkauft werden.

-  Ihr Arzt hat Ihnen das Medikament verschrieben (aufgeschrieben).

-  Oder Ihr Apotheker hat Ihnen das Medikament empfohlen (gesagt, dass das Medikament gut ist und hilf).

Das heißt:

Bei den meisten Produkten für die Gesundheit können Sie nicht sicher sein, ob dieses Produkt gut ist und Ihnen hilft.

So ist das auch bei den Gesundheits-Apps.

Warum ist das so?

-  Es gibt keine Regeln, wie eine Gesundheits-App sein muss.

-  Fast alle Gesundheits-Apps sind nicht geprüft.

Deshalb können:

-  Gesundheits-Apps sehr gut sein und Ihnen helfen.

-  Gesundheits-App nicht gut sein und Ihnen nicht helfen.

-  Gesundheits-Apps falsche Informationen geben und Ihnen sogar schaden.

Mit Gesundheits-Apps verdienen Firmen viel Geld.

Auch mit schlechten Gesundheits-Apps.

Sie sagen vielleicht:

"Meine Gesundheits-App ist kostenlos."

Wir sagen:

"Ja, vielleicht bezahlen Sie kein Geld für diese Gesundheits-App.

Aber Sie bezahlen mit Ihren Daten.

Das kann Nachteile (Schlechtes) für Sie haben.

Oft wissen Sie nicht, welche Firmen die Daten über Sie bekommen.

Oder wie viele Firmen Ihre Daten bekommen.

Und was diese Firmen mit Ihren Daten machen.

Deshalb ist es gut, wenn Sie sich über Gesundheits-Apps informieren."

 

Überblick über Gesundheits-Apps

Es gibt sehr viele unterschiedliche Gesundheits-Apps.

Und es gibt immer mehr neue Gesundheits-Apps.

Jede Gesundheits-App hat spezielle Funktionen.

Das heißt: Jede Gesundheits-App kann spezielle Aufgaben erledigen (machen).

Oft hat eine Gesundheits-App auch mehrere Funktionen.

Die vielen Gesundheits-Apps kann man in Gruppen einteilen:

-  Lifestyle-Gesundheits-Apps (Lifestyle = wie man modern lebt) und Fitness-Apps

-  Service-Apps (Service = Dienst / Arbeit)

-  Medizin-Apps

-  Pflege-Apps

 

Lifestyle-Gesundheits-Apps und Fitness-Apps

Die vielen Lifestyle-Gesundheits-Apps und Fitness-Apps kann man auch wieder in Gruppen einteilen:

-  Apps, die helfen sollen, gesünder zu leben.

   Das heißt: Sie sollen die Gesundheit fördern (besser machen).

   Zum Beispiel:

     ~  Apps für Sport und Bewegung

     ~  Apps mit Tipps für die Ernährung und für das Abnehmen

     ~  Apps für die Entspannung und zum besseren Schlafen

     ~  Apps für das Training vom Gehirn

     ~  Apps mit Tipps bei Ängsten und Depressionen (Krankheit, bei der man sehr traurig ist

         und keine Kraft hat)

-  Apps, die helfen sollen, sich und andere vor bestimmten Krankheiten zu schützen.

   Oder vor der Verschlechterung einer Krankheit.

   Das heißt: Diese Apps dienen (arbeiten) zur Prävention (Vorbeugung / man tut etwas, damit nicht Schlimmeres

   passiert).

   Zum Beispiel:

     ~  Apps, die die Ausbreitung (größer werdende Zahl) von Infektionen verringern können

         (kleiner werden lassen), zum Beispiel die Corona-Warn-App.     

     ~  Apps mit speziellen Übungen gegen bestimmte Krankheiten, zum Beispiel gegen Rückenschmerzen

         oder gegen Tinnitus (Ohr-Geräusche)

     ~  Apps mit Informationen und Tipps für spezielle Krankheiten, zum Beispiel für Burnout (Erschöpfung /

         keine Kraft mehr), bei Schlaf-Problemen oder bei Diabetes (Zuckerkrankheit)

-  Apps, die bei der Entscheidung (ja oder nein sagen) helfen sollen, ob man bei bestimmten Symptomen

   (Zeichen von einer Krankheit) zum Arzt gehen soll.

   Zum Beispiel:

     ~  Diagnose-Apps (Diagnose = Feststellen / Herausfinden von einer Krankheit),

         in die der Nutzer seine Symptome eingibt (eintippt).

         Die Diagnose-Apps informieren dann, welche Krankheit der Nutzer haben könnte.

     ~  Überwachungs-Apps (Überwachung = Aufpassen / Beobachten)

         Die Überwachungs-Apps informieren, wenn gemessene Werte schlecht sind.

         Und: Diese Apps geben oft eine Nachricht, dass man dann zu einem Arzt gehen soll.

-  Apps, die helfen sollen, ein Protokoll (es wird aufgeschrieben, was ist) von gemessenen Werten

   oder anderen Sachen zu schreiben.

   Viele von diesen Apps können das Protokoll auch an einen Arzt schicken.

   Zum Beispiel:

     ~  Apps für die Werte von Blutdruck-Messungen, Puls-Messungen, Blutzucker-Messungen

     ~  Apps für Schmerzen, für den Schlaf, für das Rauchen oder das Trinken von Alkohol

     ~  Apps für den weiblichen Zyklus (Periode von Frauen)

     ~  Apps für Gefühle

  

Service-Apps

-  Es gibt Service-Apps für die Kommunikation (Informationen schicken und bekommen).

   Zum Beispiel:

     ~  Zwischen Patienten und ihrem Arzt

     ~  Zwischen Patienten und ihrer Kranken-Versicherung

     ~  Zur Vereinbarung von Terminen bei Ärzten oder Therapeuten (Personen, die eine Krankheit behandeln).

     ~  Manchmal sagt man, dass auch Apps zum Bestellen von Medikamenten Service-Apps sind.

-  Apps, die die Nutzer an etwas erinnern.

   Zum Beispiel:

     ~  An das Einnehmen (Schlucken) oder das Spritzen von Medikamenten

     ~  An Impfungen, Vorsorge-Untersuchungen (Untersuchungen, ohne dass man Symptome hat)

         oder an andere besondere Untersuchungen

 

Medizin-Apps

Medizin-Apps sollen den Patienten helfen:

-  Schneller gesund zu werden

-  Besser mit einer Krankheit leben zu können.

Diese Medizin-Apps haben auch den Namen "DiGA".

DiGA ist die Abkürzung (kurze Form) von "Digitale Gesundheits-Anwendung".

Ihr Arzt und Ihr Psycho-Therapeut können Ihnen für bestimmte Krankheiten eine DiGA verschreiben (auf ein Rezept schreiben).

Wenn Sie in einer gesetzlichen (nach den Gesetzen) Kranken-Versicherung sind, bezahlt die Kranken-Versicherung für die DiGA.

Oder: Sie können selber einen Antrag für eine DiGA bei Ihrer Kranken-Versicherung stellen,

wenn Sie eine bestimmte Krankheit haben.

Mehr Informationen zu DiGAs können Sie bald in einem extra Artikel auf unserer Internetseite lesen.

 

Pflege-Apps

Pflege-Apps sollen bei der Pflege helfen und das Leben von zu Pflegenden leichter machen.

Diese Pflege-Apps haben auch den Namen "DiPA".

DiPA ist die Abkürzung für "Digitale Pflege-Anwendung".

Zurzeit (jetzt) gibt es noch keine DiPA.

Aber bald wird es DiPAs geben.

Mehr Informationen zu DiPAs können Sie bald in einem extra Artikel auf unserer Internetseite lesen.

 

Bitte denken Sie immer daran:

Apps ersetzten (eine Sache gegen eine andere Sache tauschen) nicht den Besuch bei einem Arzt.

Apps können nur ein kleines bisschen für Ihre Gesundheit tun.

Gehen Sie immer zu einem Arzt, wenn Sie sich krank fühlen oder Symptome haben.

 

Es ist nicht leicht, die passende Gesundheits-App zu finden

Diese Situation kennen wir alle:

Wir haben Rückenschmerzen.

Wir wissen:

Wenn wir die richtigen Übungen (Bewegungen) machen, werden die Rückenschmerzen besser.

Wir suchen nach eine App mit Übungen für den Rücken.

Und: Wir finden ganz viele Apps mit solchen Übungen.

Wir wissen nicht, wie wir die richtige App für uns finden können.

Und ob die App auch gut ist.

Das alles kann uns unsicher machen.

Was können wir tun?

-  Wir können uns allgemein (was alles bekannt ist) über die Vorteile (was gut ist) und die Risiken (Gefahren)

   von Gesundheits-Apps informieren.

-  Und: Wir sollten uns genau über die Gesundheits-App informieren, für die wir uns interessieren.

 

In den nächsten Artikeln gibt Ihnen das Team von "IT-Sicherheit - ganz leicht" Schritt für Schritt die wichtigsten Informationen dazu.

Dann können Sie leichter gute und sichere Gesundheits-Apps für sich finden.