Schützen Sie sich vor Phishing-Mails

In Ihrem E-Mail-Postfach finden Sie viele E-Mails, die Sie gar nicht haben wollen.

Solche E-Mails heißen „Spam-Mails“ oder kurz „Spam“.

Viele von diesen E-Mails sind Werbe-E-Mails.

Vorsicht! Es gibt auch gefährliche Spam-Mails.

Diese gefährlichen E-Mails heißen „Phishing-Mails“.

Mit Phishing-Mails wollen Kriminelle:

- wichtige Informationen von Ihnen bekommen, zum Beispiel Passwörter oder persönliche Informationen über Sie

- oder Ihnen schädliche Programme schicken.

Mit schädlichen Programmen können Kriminelle zum Beispiel

- Ihren Computer oder Ihr Smartphone verschlüsseln (nicht mehr lesbar machen) und Sie erpressen (Geld fordern)

- alle Ihre Aktivitäten auf Ihrem Computer oder Ihrem Smartphone beobachten, zum Beispiel Ihr Online-Banking (Überweisungen und mehr über das Internet)

- Ihren Computer oder Ihr Smartphone für kriminelle Aktivitäten (Sachen) benutzen.

 

Das sind Zeichen für Phishing-Mails:

- Sie sollen ganz schnell etwas machen.

- Der Absender der E-Mail passt nicht zu dem Absender, der die E-Mail angeblich (wie es aussieht) geschickt hat.

- Ihr Name ist nicht richtig oder Ihr Name wird gar nicht in der E-Mail geschrieben.

- Es gibt Fehler oder manche Buchstaben sind nicht richtig geschrieben, zum Beispiel ä, ö, ü.

- Die Mail fragt nach Passwörtern, TANs oder privaten Informationen.

- Sie sollen einen Anhang öffnen oder auf einen Link klicken.

 

Jede Phishing-Mail sieht anders aus. Vorsicht bei solchen E-Mails:

- Sie bekommen eine E-Mail von einer Bank oder von einem Online-Shop oder von einer bekannten Firma oder von großen sozialen Organisationen.

Die E-Mail sieht ganz echt aus.

Sie sollen ganz schnell Ihr Konto überprüfen, Ihr Passwort bestätigen (sagen, dass es richtig ist) oder andere Informationen über sich schreiben.

Oder Sie sollen sogar eine TAN für Ihr Online-Banking angeben (schreiben).

Oder Sie sollen ganz schnell auf einen Link (Adresse von einer Internetseite) klicken.

- In der E-Mail steht etwas von einer Mahnung (Erinnerung an eine noch nicht bezahlte

Rechnung) oder von einer Rechnung von einem Anwalt.

Sie sollen einen Anhang öffnen.

- Im Betreff der E-Mail steht etwas über einen hohen Gewinn, eine tolle Sache oder einen

Kredit.

Sie sollen ganz schnell auf einen Link klicken.

- Im Betreff der E-Mail oder in der E-Mail steht das Wort „Warnung“.

In der E-Mail wird zum Beispiel vor Computer-Viren oder anderen schädlichen Programmen gewarnt.

Sie sollen die E-Mail an Ihre Familie und Ihre Freunde und Bekannten weiterleiten (weiter schicken) und auf einen Link klicken.

- Jetzt gibt es auch E-Mails mit Warnungen und Informationen über dringende (eilige)

Maßnahmen (Regeln, was Sie tun sollen) gegen das Corona-Virus.

Sie sollen etwas Besonderes tun und die E-Mail an Ihre Familie, Ihre Freunde und Bekannten weiterleiten.

 

Achtung! Solche Phishing-Nachrichten gibt es auch auf Messengern (Dienst für schnelle Kommunikation, zum Beispiel WhatsApp) und in anderen Social Media (Sozialen Netzwerken, zum Beispiel Facebook).

 

Gut zu wissen:

- Offizielle Warnungen und Informationen über Maßnahmen kommen nicht über E-Mails.

Sie hören solche Informationen im Radio oder Sie bekommen solche Nachrichten über die WarnApp „NINA“ speziell für Ihre Stadt. 

- Banken, offizielle Stellen, Online-Shops und Dienste fragen nie in E-Mails nach Passwörtern oder anderen persönlichen Informationen.

 

Unsere Tipps zum Schutz vor Phishing-Mails:

- Lassen Sie sich Zeit. Machen Sie nicht sofort das, was in einer E-Mail von Ihnen gefordert (mit Druck gesagt) wird.

- Denken Sie immer nach, bevor Sie auf einen Link klicken oder einen Anhang öffnen.

- Das ist besser: Geben Sie die Internetadresse von Ihrer Bank, Ihrem Online-Shop oder Ihrem Dienst selber in Ihren Browser (Programm zum Ansehen von Internetseiten) ein.

Dann sind Sie sicher, dass Sie auf der richtigen Internetseite sind und nicht auf einer Fake-Seite (falschen Seite, die echt aussieht) sind.

- Öffnen Sie keine Anhänge von Absendern, die Sie nicht kennen. Rufen Sie bekannte Absender über die Telefonnummer an, die Sie kennen.

Fragen Sie, ob diese Absender Ihnen diesen Anhang geschickt haben.

 

Was können Sie tun, wenn Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind (jemand Sie betrogen hat), lesen Sie in unserem nächsten Artikel in 1 Woche.