Die TikTok-App Teil 2: So werden Ihre Kinder sicherer bei TikTok

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren der TikTok-App.

Dann können Ihre Kinder diese App sicherer benutzen.

Kinder möchten sich nicht gerne von Erwachsenen eine App erklären lassen.

Aber: Erst ab 18 Jahren darf man diese App benutzen oder Sie als Eltern müssen zustimmen.

Das müssen Ihre Kinder verstehen.

Deshalb müssen Ihre Kinder Ihnen zuhören und die App so benutzen, wie Sie es mit Ihnen besprechen.

 

Erklären Sie Ihren Kindern, was In-App-Käufe sind:

Eine App macht Werbung für besondere App-Funktionen oder andere Sachen, zum Beispiel Geschenke für andere App-Nutzer.

Diese besonderen Funktionen oder Geschenke kosten Geld.

Und: Man drückt nur auf einen Knopf und schon hat man diese Funktionen oder Geschenke gekauft.

Das Geld wird sofort vom Girokonto abgebucht (genommen).

Aber: Ihre Kinder dürfen noch gar keine In-App-Käufe bei TikTok machen.

Das ist erst ab 18 Jahren erlaubt.

 

Stellen Sie die TikTok-App mit Ihren Kindern möglichst sicher ein:

Die TikTok-App gibt viele Daten an andere Firmen weiter.

Wenn Sie das gar nicht wollen, sollten Sie TikTok nicht benutzen.

Aber: Sie können das Profil von Ihrem Kind sicherer einstellen:

Dafür müssen Sie auf das Icon (Bild) vom Menschen gehen und das Profil bearbeiten.

Stellen Sie das Profil auf privat ein.  

Dann können nur Nutzer das Profil sehen, denen Sie oder Ihre Kinder es erlaubt haben.

Dann können auch nur erlaubte Nutzer Nachrichten oder Kommentare schicken.

Mehr Informationen zum sicheren Benutzen von TikTok (nicht in Leichter Sprache) finden Sie bei „Schau hin“ und im „internet-abc“.

 

Wie lange dürfen Ihre Kinder die TikTok-App benutzen?

Das stellen Sie ein in den „erweiterten Profileinstellungen“.

Dazu müssen Sie TikTok auch auf Ihrem Smartphone installieren.

Aber Vorsicht: Vielleicht kann TikTok Ihre Passwörter mit lesen.

Mehr Informationen zum Mitlesen von Daten (nicht in Leichter Sprache) finden Sie bei „netztpolitik.org“.

Vorsicht! Wenn Sie Online-Banking machen und die TikTok-App auf Ihrem Smartphone haben.

Dann kann die TikTok-App vielleicht Ihr Passwort vom Online-Banking mitlesen.

Wir denken: Benutzen Sie nicht die TikTok-App und Online-Banking auf demselben Smartphone.

 

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren von TikToks:

- Ihre Kinder sollten beim Posten von TikToks die Speicheroption deaktivieren (ausschalten).

   Dann können andere Nutzer

    ~ die TikToks Ihrer Kinder nicht speichern,

    ~ nicht weiter benutzen

    ~ und nicht in anderen Apps weiter verbreiten.

- Erklären Sie Ihren Kindern, dass es Werbe-Videos in der App zwischen den TikToks gibt.

   Ganz schnell leiten diese Werbe-Videos auf den Shop von Firmen weiter.

   Werbe-Videos zeigen das Wort „Sponsored“.

- Erklären Sie Ihren Kindern die Hashtag-Challenges.

   Bei diesen Challenges sollen die Nutzer passende TikToks zu einem Thema machen.

   Kinder machen gerne dabei mit.

   Es geht bei diesen Challenges hauptsächlich um Werbung.

- Erklären Sie Ihren Kindern, dass nicht jedes gemachte TikTok zum Veröffentlichen (für andere sichtbar) geeignet (passend) ist.

   Zum Beispiel:

    ~ peinliche (zum Schämen) TikToks,

    ~ TikToks, bei der Ihre Kinder wenig Kleidung an haben,

    ~ TikToks mit aufreizenden (sexuell aufregenden) Bewegungen.

Sonst können Ihre Kinder Opfer von Cybermobbing (schlecht über jemanden schreiben im Internet) oder Cybergrooming (über das Internet Kontakte für sexuelle Sachen aufnehmen) werden.

Wenn Ihr Kind Opfer von Cybergrooming wird, machen Sie Screenshots (Fotos vom Bildschirm).

Gehen Sie mit den Screenshots zur Polizei.

Cybergrooming ist eine Straftat (verboten).

Mehr zum Cybermobbing und zum Cybergrooming erklären wir Ihnen im nächsten Artikel.

Besprechen Sie mit Ihren Kindern, dass es TikToks mit sexuellen Inhalten gibt.

Die TikTok-App hat eine Meldefunktion sexuelle Inhalte.

Melden Sie dort sexuelle TikToks. Sie werden dann gelöscht.