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Kontaktloses Bezahlen

Sie haben das bestimmt schon mal gesehen: Statt mit Geldscheinen bezahlt jemand mit dem Smartphone oder mit seiner Uhr.
Oder Ihre Bank sagt Ihnen, sie müssen Ihre Bank-Karte nicht mehr in das Gerät in der Kasse rein stecken.
Kurz über das Gerät halten ist genug.

Aber: Wie funktioniert das?
Und wie gut sind die neuen Bezahl-Methoden für Ihre Privatsphäre?

Ihre Bank-Karte oder Ihr Smartphone benutzen eine besondere Kommunikation.
Diese Kommunikation heißt "near field communication", die Abkürzung dafür ist NFC.
Das heißt, Ihre Bank-Karte oder Ihr Smartphone schicken Daten durch die Luft an das Gerät in der Kasse.
Das geht nur, wenn die Bank-Karte oder das Smartphone sehr nah am Gerät sind.
Der Abstand muss weniger als 10 Zentimeter sein.
Auf Ihrem Smartphone brauchen sie noch eine App zum Bezahlen.
Weil die Daten durch die Luft geschickt werden, heißt diese Art zu Bezahlen auch "kontaktlos".

Manche Verkäufer sagen, das Bezahlen mit "near field communication" ist schneller.
Und sie müssen kein Bargeld anfassen.
Bargeld fassen viele Leute an, auch Leute, die krank sind oder dreckige Hände haben.
Außerdem schreiben das Smartphone oder die Bank auf, was Sie wann gekauft haben.
So müssen Sie keine Kassen-Zettel mehr aufheben und wissen genau, wofür Sie Ihr Geld ausgegeben haben.

Aber: Wenn jemand sieht, was Sie wann gekauft haben, kann er diese Daten benutzen.
Zum Beispiel, um Ihnen Werbung zu schicken.
Dann kaufen Sie vielleicht mehr ein, als Sie wollen.
Und was ist, wenn Sie Ihr Smartphone verlieren?
Außerdem: Programmierer von Smartphones und Bezahl-Apps machen Fehler.
Manchmal finden Hacker (böse Programmierer) diese Fehler und können so von Ihrem Geld einkaufen.

Überlegen Sie sich genau, ob Sie kontaktlos bezahlen möchten.
Installieren Sie die App zum Bezahlen mit dem Smartphone nur aus vertrauenswürdigen (guten) Quellen.
Für Android ist das der "Google Play Store" und für iOS der "Apple Store".
Mehr dazu haben wir in unserem Buch ab S. 53 aufgeschrieben.
Machen Sie alle Updates, die es für Ihr Smartphone und für die Bezahl-App gibt.

Wenn Sie mit dem Smartphone bezalen, sperren Sie das Smartphone mit einem guten Passwort oder einem komplizierten Wisch-Code.
Dazu finden Sie mehr in unserem Buch ab Seite 43.
Machen Sie die Bezahl-App und die "near field communication" nur an, wenn Sie bezahlen wollen, und danach wieder aus.
Dann hält der Akku länger.
Und es ist für Betrüger  schwerer, ohne Ihr Wissen zu bezahlen.
Stellen Sie Ihre Bezahl-App so ein, dass sie automatisch aufhört zu bezahlen, wenn die Pin oder das Passwort zu oft falsch sind.
So kann niemand ausprobieren, was Ihre Pin oder Ihr Passwort sind, und dann mit Ihrem Geld bezahlen.

Wenn Sie Ihre Bank-Karte oder Ihr Smartphone verlieren: Rufen Sie sofort die Bank an.
Es gibt auch eine Notfallnummer, um den Verlust (das Verlieren) der Bank-Karte zu melden.
Diese Notfallnummer gilt für alle Banken: 116116.
Dann sperrt (macht zu) die Bank die Bezahl-Funktion und niemand kann mehr bezahlen.
Sie bekommen eine neue Bank-Karte.
Das Bezahlen mit dem Smartphone können Sie auch wieder freischalten (aufmachen), wenn Sie ein neues Smartphone haben oder Ihres wiedergefunden haben.

Schauen Sie regelmäßig bei Ihrer Bank nach: Sind alle Bezahlungen richtig?
Wenn nein, rufen Sie sofort Ihre Bank an.

Über NFC und kontaktloses Bezahlen hat auch der BSI Informationen in normaler Sprache aufgeschrieben.

Neue Funktion zum neuen Jahr

Seit dem neuen Jahr haben wir eine Suche.

Die Suche finden Sie oben rechts in der Ecke.

Über die Suche finden Sie Erklärungen und Informationen zu Fachwörtern.

So können Sie sich noch leichter über Sicherheit und Schutz Ihrer Privatsphäre informieren.

Sicher von Anfang an - ein neues Gerät einrichten

Haben Sie ein neues Smartphone, Tablet oder einen neuen PC?
Sicher denken Sie daran, Ihre Daten auf das neue Gerät zu kopieren und Ihre Lieblings-Programme oder Lieblings-Apps zu installieren.
Aber was machen Sie für Ihre Sicherheit und Privatsphäre?
Dafür haben wir einige Tipps.

Wenn Sie Programme oder Apps installieren: Nehmen Sie nur welche von zuverlässigen Anbietern.
Zuverlässige Anbieter für Smartphones und Tablets finden Sie im "Google Play Store" (für Android) oder im "Apple Store" (für iOS).
Mehr dazu können Sie in unserem Buch ab Seite 53 lesen.

Viele Geräte haben schon Programme oder Apps installiert.
Deinstallieren (löschen) Sie die, wenn Sie sie nicht brauchen.
Dann haben Sie mehr Platz auf dem Gerät und sind sicherer.
Achtung: Manche Geräte haben Schad-Programme vorinstalliert.

Geben Sie dem Gerät ein gutes Passwort oder ein gutes Wisch-Zeichen.
Wie das geht steht in unserem Buch auf Seite 44.
Das finden Sie bei "Einstellungen" und "Sicherheit".
Schauen Sie nach, ob es für das Gerät schon Updates gibt.
Wenn ja, installieren Sie die.

Sehen Sie sich alle Einstellungen genau an.
Schalten Sie alles aus, was Sie nicht immer benutzen.
Zum Beispiel: GPS (misst, wo Sie sind) und Bluetooth (zur Kommunikation mit Geräten in der Nähe) sollten immer aus sein.
Schalten Sie GPS und Bluetooth nur an, wenn Sie es brauchen, und danach wieder aus.
Das ist wichtig für Ihre Privatsphäre.
Sonst kann jemand immer wissen, wo Sie sind.
Und der Akku des Geräts hält länger.
Bei Smartphones und Tablets schauen Sie nach, welche Berechtigungen (was erlaubt ist) die Apps haben.
Darf die App das wissen? Zum Beispiel: Darf die App Ihr Mikrofon anschalten oder Ihre Kontakte lesen?
Wenn nein, schalten Sie die Berechtigung aus.
Es kann sein, dass die App trotzdem noch gut funktioniert.
Probieren Sie es einfach aus.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Gerät und bleiben Sie sicher.

Smartes Spielzeug

Bald ist Weihnachten.
Das Kind wünscht sich ein smartes Spielzeug.
Aber was ist das überhaupt?
Und welche Gefahren haben smarte Spielzeuge?

Smarte Spielzeuge reagieren auf die Umgebung.
Zum Beispiel können sie Fragen des Kindes beantworten.
Dafür haben smarte Spielzeuge manchmal

  • ein Mikrofon
  • einen Lautsprecher
  • eine Kamera
  • GPS, das heißt, das Spielzeug weiß wo es ist
  • Verbindung mit dem Internet über WLAN
  • Verbindung mit dem Smartphone oder Laptop per Bluetooth

Smarte Spielzeuge können viele Informationen über Ihr Kind und Ihr Leben bekommen.
Wenn auch fremde Personen diese Informationen hören, kann es Probleme geben.

Zum Beispiel:

  • Jemand weiß genau, was der Familie gefällt und macht passende Werbung. Dann kauft die Familie vielleicht mehr, als sie möchte.
  • Jemand hört der Familie zu, wenn sie über den nächsten Urlaub spricht. Wenn die Familie in Urlaub ist, kann er oder sie dann einbrechen und Dinge aus der Wohnung stehlen (mitnehmen).
  • Jemand weiß etwas Peinliches (etwas, für das man sich schämt) über die Familie. Damit erpresst er die Famile. Die Familie soll viel Geld bezahlen, damit er das nicht weiter erzählt.
  • Jemand nimmt E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Name aus der Familie und bezahlt etwas mit dem Geld der Familie. Der Verkäufer denkt, die Familie hat das gekauft.

Das sind viele Gefahren.
Was können Sie tun?
Bevor Sie das Spielzeug kaufen, überlegen Sie:

  • Was kann das Spielzeug sehen, hören und so weiter?
  • Wo wird das gespeichert? Nur im Spielzeug oder im Internet, beim Hersteller (Firma) des Spielzeugs?
  • Wer kann das Spielzeug steuern?
  • Hatte der Hersteller schon mal Probleme mit der Sicherheit?

Wenn das Spielzeug eine Verbindung mit dem Internet oder Smartphone hat: Gibt es ein Passwort? Können Sie das Passwort ändern?

Dann entscheiden Sie, ob Sie das smarte Spielzeug kaufen möchten.
Achtung: Manche smarten Spielzeuge sind in Deutschland verboten.
Ein deutscher Verkäufer darf ein verbotenes Spielzeug nicht verkaufen.
Deshalb kaufen Sie kein Spielzeug aus dem Ausland.

Wenn Sie das smarte Spielzeug gekauft haben, geben Sie dem Spielzeug ein gutes Passwort.
Wie man ein gutes Passwort macht, haben wir in unserem Buch auf S. 44 aufgeschrieben.
Machen Sie das Spielzeug aus, wenn das Kind es nicht benutzt.
So kann das Spielzeug nichts aufnehmen.
Und die Batterien oder Akkus halten länger.
Wenn das Spielzeug ein Update (Verbesserung vom Programm) hat, installieren Sie es.

Viele dieser Tipps hat das BSI in schwerer Sprache aufgeschrieben.

Lassen sich IT und Umweltschutz kombinieren (zusammenbringen)?

Nachdenken

Viele Menschen wollen die Umwelt und das Klima schützen.

Sie wollen aber nicht auf ihre elektronischen Geräte verzichten.

Passt das zusammen?

Wir sagen: Ja, das passt.

 

Was kann ich selber tun?

- Ziehen Sie das Ladegerät vom Strom, wenn Sie Ihr Gerät fertig geladen haben.

   Das spart Strom und Ihr Ladegerät hält länger.

- Schalten Sie den Datenverkehr, das WLAN und Bluetooth aus,

   wenn Sie es nicht brauchen, zum Beispiel nachts.

   Das spart Strom.

   Sie müssen Ihr Gerät weniger laden.

   Der Akku vom Gerät hält länger.

- Packen Sie Ihre elektronischen Geräte sicher ein, wenn Sie unterwegs (nicht zuhause) sind.

   Dann gehen Ihre Geräte nicht so leicht kaputt.

- Überlegen Sie: Kann ich mein Smartphone mit einer Display-Schutzfolie oder einer Hülle besser schützen?

- Wenn etwas passiert ist:

   Trocknen Sie nasse Geräte, bevor Sie sie wieder anschalten. Sonst geht es vielleicht beim Anschalten kaputt.

   Fragen Sie in einer Werkstatt, wie viel eine Reparatur oder das Wechseln von einem Akkus kostet.

- Sie möchten ein neues Gerät kaufen.

   Überlegen Sie: Brauche ich wirklich ein neues Smartphone oder einen neuen Laptop?

- Kaufen Sie möglichst (wenn es geht) ein gutes Gerät mit einem modernen (neuen) Betriebssystem (Programme, die das Gerät zum Arbeiten  braucht).

   Ein gutes Gerät hält vielleicht länger als ein billiges.

   Für ein modernes Betriebssystem bekommen Sie länger Updates (Aktualisierungen) und bleiben länger sicher.

- Wenn Sie wenig Geld haben, können Sie ein „Refresh-Gerät“ mit Garantie kaufen.

   Ein Refresh-Gerät ist ein „Second-hand-Gerät“ und wurde in einer Werkstatt genau geprüft.

   Aber: Achten Sie auf die Garantie.

- Wenn Sie ein neues Gerät haben:

   Überlegen Sie: Wer kann vielleicht mein altes Gerät noch gebrauchen oder kann ich es verkaufen?

   Entsorgen (wegwerfen) Sie alte Geräte richtig. In vielen Städten gibt es besondere Sammelstellen für elektronische Gerät.

   Achtung: Löschen Sie alles auf Ihren Geräten, bevor Sie die Geräte weggeben oder wegwerfen!

 

Was kann ich sonst noch tun?

Sie können sich informieren, wie ökologisch (gut für die Umwelt) Internetseiten oder Internetanbieter (Firmen im Internet) arbeiten, zum Beispiel mit Ökostrom (ökologisch hergestellten Strom).

Benutzen (nehmen) Sie dann die Internetseite oder den Anbieter, der ökologisch arbeitet.

 

Es gibt zum Beispiel ökologische Suchmaschinen (Internetseiten für eine Suche).

Solche ökologischen Suchmaschinen benutzten Ökostrom.

Manche von diesen Suchmaschinen lassen Bäume pflanzen.

Solche ökologischen Suchmaschinen sind zum Beispiel

Ecosia und Quant verwenden (nehmen) die Suchergebnisse von Bing.

Metager findet seine Suchergebnisse in mehreren Suchmaschinen.

Mit ecosia suchen Sie nicht so privat wie mit den sicheren Suchmaschinen Qwant und Metager.

Mehr Informationen zu sicheren Suchmaschinen finden Sie in unserem Artikel „Google und andere Suchmaschinen“.