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Google und andere Suchmaschinen

Suchmaschinen sind Internetseiten, mit denen Sie im Internet nach bestimmten Stichwörtern (Wörtern) suchen können.

Google ist die Suchmaschine, die am meisten benutzt wird.

Deshalb sagen wir oft „wir googlen“, wenn wir eine Suchmaschine benutzen.

 

Gibt es auch andere Suchmaschinen?

Ja, die gibt es, zum Beispiel: bing, web.de, T-Online und Yahoo.

Aber:

Es gibt nur 2 große Suchmaschinen: Google und Bing.

Alle anderen Suchmaschinen verwenden (nehmen) die Suchergebnisse von Google oder Bing.

Web.de und T-Online verwenden die Ergebnisse von Google.

Yahoo verwendet die Ergebnisse von Bing.

 

Das sollten Sie wissen

Google und Bing speichern alles, nach dem Sie suchen.

Das heißt: Nach einiger Zeit „wissen“ diese Suchmaschinen sehr viel über Sie. Zum Beispiel:

  • Welche Hobbys Sie haben.
  • Was Sie gerne essen.
  • Was Sie gerne lesen.
  • Was für Krankheiten Sie haben.
  • Was Sie für Probleme haben.

Dieses Wissen benutzen die Suchmaschinen, um Ihnen Werbung zu schicken.

Es ist Werbung, die ganz genau zu Ihnen passt.

Sie kaufen dann vielleicht mehr, als Sie wollen und brauchen.

Sie geben oft mehr Geld aus.

Vielleicht wird das Wissen über Sie auch an andere Firmen verkauft.

 

Achtung!

Geben Sie keine Internetadressen in das Suchfenster Ihrer Suche ein.

Tippen Sie die Internetadresse immer in das kleine Eingabefeld von Ihrem Internetbrowser.

Warum?

Sonst kennt Ihre Suchmaschine auch noch alle Internetseiten, die Sie benutzen.

Auch wenn Sie gar nicht danach gesucht haben.

Dann hat die Suchmaschine noch mehr Informationen über Sie.

 

 Geben Sie die Internetadresse in die Adresszeile des Browsers ein

 

Gibt es auch Suchmaschinen, die keine Informationen über Sie sammeln?

 

Sichere Suchmaschinen sind zum Beispiel:

 

Startpage verwendet die Suchergebnisse von Google.

Duckduckgo und Qwant verwenden die Suchergebnisse von Bing.

Metager findet seine Suchergebnisse in mehreren Suchmaschinen.

Alle diese Suchmaschinen speichern Ihre Anfragen (Fragen, Wörter) nicht und geben Ihre Anfragen anonym an Google oder Bing weiter.

Das heißt:

  • Sie geben keine Informationen über sich weiter.
  • Was privat ist, bleibt bei der Suche privat.

 

Überlegen Sie:

Will ich zu einer Suchmaschine wechseln, die meine Privatsphäre (was privat ist) schützt?

 

 

Sicher im öffentlichen WLAN surfen

In vielen Cafes, Einkaufszentren und Zügen gibt es öffentliches WLAN.
So können Sie kostenlos ins Internet.
Aber es gibt Gefahren für Ihre Privatsphäre.
Die Gefahren und wie Sie sich schützen können erklären wir hier.


Was ist öffentliches WLAN?

Mit einem öffentlichen WLAN kann sich Ihr Smartphone oder Ihr PC ohne Passwort verbinden.
Und kostenlos ins Internet gehen.
Das öffentliche WLAN gibt es manchmal

  • in Cafes
  • in Restaurants
  • in Einkaufszentren
  • im Zug und am Bahnhof
  • am Flughafen
  • an großen Plätzen

Oft sehen Sie ein großes Schild mit "freies WLAN" oder "free WiFi".


Was sind die Gefahren von öffentlichen WLANs?

Ihr WLAN zu Hause oder auf der Arbeit ist wie ein Brief im Brief-Umschlag: Niemand kann lesen, was Ihr Gerät mit dem Internet spricht.
Man sagt: Das WLAN ist verschlüsselt.
Aber: Sie müssen ein Passwort eingeben, damit Ihr Gerät mit dem WLAN sprechen kann.

Ein öffentliches WLAN hat kein Passwort.
Das heißt: Es ist oft nicht verschlüsselt.
Das ist wie bei der Postkarte: Jeder kann sehen, was Ihr Gerät mit dem Internet spricht.
Außer Ihr Gerät spricht eine Geheim-Sprache mit dem Internet.


Wie können Sie sich schützen?

Ihr Gerät muss eine Geheim-Sprache mit dem Internet sprechen.
Das nennt man eine "verschlüsselte Verbindung".
Woran erkennen Sie so eine verschlüsselte Verbindung?
Wenn Sie sich eine Internetseite anschauen, sehen Sie "https://" am Anfang der Internet-Adresse.
Wenn Sie E-Mails abrufen oder einen Messenger (Programm zum Austausch von kurzen Nachrichten) benutzen, können Sie das nicht so einfach sehen.
Aber gute E-Mail-Programme und Messenger benutzen auch eine verschlüsselte Verbindung.

Mit einer verschlüsselten Verbindung weiß das öffentliche WLAN nicht, *was* Sie mit dem Internet sprechen.
Aber: *Das* Sie mit dem Internet sprechen, weiß das öffentliche WLAN.
Also: Gehen Sie nicht auf peinliche Seiten.

Wenn Sie über ein öffentliches WLAN etwas arbeiten möchten, sollten Sie zuerst Ihren Arbeitgeber fragen.
Vielleicht möchte Ihr Arbeitgeber, dass Sie ein "VPN" benutzen.
Das heißt: Sie machen zuerst eine verschlüsselte Verbindung zum Netzwerk Ihres Arbeitgebers.
Und das Netzwerk Ihres Arbeitgebers spricht dann mit dem Internet.
Das ist sicherer.

Außerdem haben wir noch mehr Tipps für Sie:

  • Verbinden Sie sich nicht automatisch mit dem öffentlichen WLAN.
    Sondern nur, wenn Sie das brauchen.
    Warum? Sonst kann jemand anderes an einem anderen Ort ein WLAN mit dem gleichen Namen aufmachen.
    Und sehen, dass Sie da sind, und vielleicht lesen, was Ihr Gerät mit dem Internet spricht.

Wenn Ihr Laptop automatisch Verzeichnisse (Speicher-Orte) frei gibt, damit andere darauf lesen und schreiben können: Deaktivieren Sie das. Sonst kann jeder in dem Cafe, Einkaufszentrum oder Zug auf Ihrem Laptop lesen und schreiben.


Viele dieser Tipps hat das BSI in schwerer Sprache aufgeschrieben.

Was sind Cookies?

Sie haben bestimmt schon einmal das Wort "Cookie" gelesen.
Viele Internetseiten brauchen ein Cookie oder mehrere Cookies.
Aber wozu brauchen die Internetseiten Cookies?
Internetseiten speichern in den Cookies, was Sie auf der Internetseite machen.
Also wo Sie klicken, welche Unterseiten Sie ansehen, welche Sachen Sie kaufen wollen.

Zum Beispiel:
Sie wollen online einkaufen.
Sie legen eine Sache in Ihren Warenkorb.
Dann klingelt das Telefon und Sie telefonieren.
Nach 10 Minuten gehen Sie zurück zu Ihrem Computer und wollen weiter online einkaufen.
Woher weiß der Online-Händler, was in Ihrem Warenkorb war?
Mit einem Cookie.
Der Online-Händler hat in einem Cookie aufgeschrieben, was Sie in Ihren Warenkorb gelegt haben.

Jetzt möchten Sie zur Kasse gehen.
Sie müssen sich anmelden.
Der Online-Händler gibt Ihnen noch ein Cookie.
In dem Cookie steht, dass Sie sich angemeldet haben und wer Sie sind.

Dann sind Sie fertig mit einkaufen.
Sie melden sich ab.
Der Online-Händler löscht den Cookie für die Anmeldung.

Also: Ohne Cookies ist online einkaufen schwer. Und Online-Banking auch. Und, und, und...

Cookies und Ihre Privatsphäre

Manchmal sind Cookies aber ein Problem für Ihre Privatsphäre.
Es gibt Cookies, die von mehreren verschiedenen Internetseiten benutzt werden.
Diese Cookies heißen auch "Tracking-Cookies".
Das heißt, die eine Internetseite kann wissen, was Sie auf der anderen Internetseite gemacht haben.
Zum Beispiel weiß eine Seite von einer Zeitung dann, welche Sachen Sie bei einem Online-Händler einkaufen.
Das merken Sie manchmal daran, dass Sie auf der Seite von der Zeitung Werbung vom Online-Händler sehen.

Das können Sie für Ihre Privatsphäre tun:

  • Löschen Sie die Cookies, wenn Sie auf der Internetseite fertig sind.
    Der Browser (Programm zum Internetseiten anschauen) hilft Ihnen dabei.
    Machen Sie ein privates Fenster auf.
    Oder schauen Sie in die Einstellungen.
    Da können Sie sagen, wie lange der Browser die Cookies speichern soll.
  • Verbieten Sie Tracking-Cookies.
    Auch dabei hilft Ihnen der Browser.
    Suchen Sie in den Einstellungen nach "Tracking-Cookies" oder "Cookies von Drittanbietern".
    Oder installieren Sie Add-Ons (zusätzliche Programme), die diese Tracking-Cookies blockieren (verbieten).

Wenn Sie noch Fragen haben zum Thema Cookies, Privatsphäre oder zu einem anderen Thema:
schreiben Sie uns gern eine Mail: kontakt at it-sicherheit-ganz-leicht.de

 

Nettes Internet - wirklich?

Humorvolle Lesung mit fachlichen Informationen:

 

Das Internet verbindet Menschen auf der ganzen Welt miteinander - schnell, einfach und oft kostenlos.

Aber sind die digitalen Möglichkeiten wirklich so nett, wie wir denken?

Diese Frage haben wir heute mit einer Geschichte und einer Diskussion versucht zu beantworten.

 

Diese Veranstaltung war Teil der Interkulturellen Woche 2019 in Leinfelden-Echterdingen.

Tipps für Ihre Privatsphäre

Wollen Sie, dass alle wissen, wie Sie aussehen? Welche Krankheiten Sie haben?

Nein?

Dann sollten Sie Ihre Privatsphäre schützen.

Wir haben viele Tipps für Sie in diesem kleinen Buch aufgeschrieben.

 

Haben Sie noch Fragen zum Thema Privatsphäre? Oder haben Sie noch einen guten Tipp?

Schreiben Sie uns eine Mail: kontakt at it-sicherheit-ganz-leicht.de