Aktuelles

Lesen Sie die aktuellen Informationen.

 

Überlegen Sie, ob diese Informationen für Sie wichtig sind

und ob Sie aktiv werden müssen.

 

Sie haben eine Frage? Schreiben Sie uns: kontakt at it-sicherheit-ganz-leicht.de

Mehrere Logins sind sicherer

Bestimmt haben Sie das schon gesehen:

Eine neue Internet-Seite oder eine neue App.

Sie können einen Account (Benutzer-Name und Passwort) anlegen.

Oder Sie können sich mit Google, Facebook, Apple, Microsoft oder anderen Firmen einloggen.

 

Keinen neuen Account machen – das ist praktisch.

Einmal einloggen für viele Seiten oder Apps – das ist praktisch.

Aber ist es auch sicher und gut für Ihre Privatsphäre?

 

Natürlich ist es schneller, wenn Sie sich nur einmal einloggen müssen.

Und: Sie brauchen sich kein neues Passwort auszudenken und zu merken.

Sie haben also nur einen Account für viele Seiten oder Apps.

 

Aber: Genau das ist auch ein Problem.

Wenn jemand Ihren Account bei Google (oder Facebook, Apple, Microsoft oder anderen Firmen) gehackt hat (kommt hinein), dann sind auch alle anderen Seiten oder Apps offen für den Hacker.

Der Hacker kann dann viele Informationen über Sie sehen.

Vielleicht kann der Hacker auch etwas mit Ihrem Namen einkaufen und Sie müssen es bezahlen.

Vielleicht kann der Hacker Ihren Freunden etwas schlechtes schreiben.

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie viele Seiten oder Apps nicht mehr benutzen.

 

Außerdem: Facebook oder andere Firmen können blockiert sein oder kaputt sein.

Zum Beispiel, weil Ihr Arbeitgeber verbietet, dass Sie privat im Internet surfen.

Oder die Bibliothek verbietet soziale Netzwerke, damit Sie sich besser konzentrieren können.

Oder zum Beispiel, weil Microsoft für kurze Zeit kaputt ist.

 

Beim Programmieren (schreiben) von Logins können Fehler passieren.

Es gab solche Fehler zum Beispiel in den Jahren 2012 und 2014.

Diese Fehler sind ein großes Problem für Ihre Sicherheit.

 

Und auch Ihre Privatsphäre ist in Gefahr.

Sie können nicht sehen, welche Daten an die Seite oder die App geschickt werden.

Vielleicht wird Ihre E-Mail-Adresse geschickt, vielleicht auch nicht.

Vielleicht weiß Facebook (oder Google, Apple, Microsoft oder andere Firmen) welche Seiten und Apps Sie benutzen.

 

Deshalb benutzen wir für jeden Account ein neues Login.

Das dauert länger und ist unpraktisch.

Aber es ist besser für unsere Sicherheit und Privatsphäre.

Kontrolle ist besser

Sie sind im Internet aktiv.

Sie bestellen in Online-Shops.

Sie benutzen Bezahldienste wie zum Beispiel PayPal, giropay, Apple Pay und amazonpayments.

 

Wichtig für Sie: Kontrollieren Sie oft

- Ihr Girokonto,

- Ihr Konto bei dem Bezahldienst, den Sie haben,

- Ihre Konten bei den Online-Shops, bei denen Sie bestellen.

 

Warum ist das wichtig?

Es kann sein, dass Kriminelle (jemand, der etwas Verbotenes macht)

- Ihre Konto bei einem Online-Shop oder Ihrem Bezahldienst gehackt (hinein gekommen) haben.

- Mit Ihrem Namen und Ihrer Kontoverbindung (IBAN) ein Konto bei einem Bezahldienst oder einem Online-Shop eröffnen.

Die Kriminellen können dann mit Ihrem Namen Sachen bestellen und Sie müssen bezahlen.

Oft merken Sie das erst, wenn Sie eine unbekannte Abbuchung von Ihrem Giro-Konto sehen. Und: Sie wissen nicht, was das für eine Abbuchung ist.

 

Das können Sie tun, wenn Sie eine unbekannte Abbuchung von Ihrem Giro-Konto haben:

- Überlegen Sie, ob Sie für diesen Preis etwas bei dem Händler gekauft haben.

  Der Händler steht als Empfänger auf der Abbuchung.

   Suchen Sie mit Ihrer Suchmaschine nach dem Empfänger.

  Dann wissen Sie wahrscheinlich genau, ob Sie dort etwas bestellt haben.

  Wenn Sie nichts bestellt haben: Lesen Sie weiter.

- Speichern Sie diese Abbuchung mit allen Details auf Ihrem Computer. Oder drucken Sie diese Abbuchung aus.

- Kontrollieren Sie Ihr Konto beim dem Bezahldienst und dem Online-Shop, mit dem bestellt wurde.

  Speichern Sie diese Konten auf Ihrem Computer oder drucken Sie sie aus.

- Lassen Sie die Abbuchung von Ihrer Bank wieder auf Ihr Giro-Konto zurück-buchen.

  Ihre Bank erklärt Ihnen, wie Sie das machen müssen.

 

Wenn Sie eine Mahnung (Erinnerung, dass Sie etwas bezahlen müssen) bekommen:

- Überlegen Sie noch einmal, ob Sie das Bezahlen einer Rechnung vergessen haben.

- Überlegen Sie auch, ob die Mahnung zu der unbekannten Abbuchung passt.

- Erstatten (machen) Sie bald (schnell) Anzeige bei der Polizei, wenn es eine Mahnung für eine unbekannte Rechnung ist.

  Sagen Sie der Polizei: Die Anzeige ist wegen Identitäts-Diebstahl.

  Nehmen Sie alle Papiere zur Polizei mit, zum Beispiel über die unbekannte Abbuchung, Ihr Kundenkonto und die Mahnung.

- Widersprechen („Nein“ sagen) Sie schriftlich der Mahnung. Machen Sie das schnell.

  Sie müssen diesen Brief oder diese E-Mail an den Absender der Mahnung schicken.

  Schreiben Sie in den Brief oder in die E-Mail, dass Sie nicht selber bestellt haben.

  Schreiben Sie auch, dass Sie Anzeige bei der Polizei erstattet (gemacht) haben.

  Geben (schreiben) Sie das Aktenzeichen (die Nummer) von der Anzeige an.

  Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung, dass die Geldforderung (Rechnung) an Sie fallen gelassen wird (ungültig wird).

- Wenn der Absender der Mahnung ein Anwalt ist, der die Mahnung für einen Bezahldienst oder einen Online-Shop schickt:

  Informieren Sie diesen Bezahldienst oder diesen Online-Shop über den Widerspruch.

  Schicken Sie den Widerspruch als Kopie mit.

 

Oft wird dann die Geldforderung an Sie aufgehoben (weg gemacht).

Wenn Sie doch eine 2. Mahnung bekommen, sprechen Sie mit einem Anwalt.

Wie Windows-Benutzer ihre Privatsphäre schützen

Sie benutzen Windows?

Dann gibt es zwei große Gefahren für Ihre Privatsphäre: Cortana und die automatische Bing-Suche.

Wir erklären Ihnen, wie Sie das ausschalten können.

 

Was ist Cortana?

Cortana ist ein digitaler Assistent.

Cortana kann Ihr Leben mit dem Computer einfacher machen.

Aber: Cortana ist neugierig.

Es sucht auf Ihrem Computer nach Informationen über Sie.

Diese Informationen schickt es an Microsoft (Firma, die Windows macht).

Das ist schlecht für Ihre Privatsphäre.

 

Was ist Bing?

Bing ist eine Suchmaschine, so wie Google.

Wenn Sie auf Ihrem Windows-Computer etwas suchen, schickt Bing Ihre Such-Worte an Microsoft.

Auch, wenn Sie nur ein Bild auf Ihrem Computer suchen.

Das ist auch schlecht für Ihre Privatsphäre.

 

Das können Sie tun, um Ihre Privatsphäre zu schützen:

Zuerst: Eine Sicherung machen

Cortana und Bing ausschalten ist leider nicht einfach.

Zuerst sollten Sie alles sichern, wie weiter unten beschrieben.

Wenn dann etwas kaputt geht, können Sie Ihren Computer wiederherstellen (zurück bringen) – mit Ihrer Sicherung.

Dann funktioniert Ihr Computer wieder.

Die Sicherung von Ihrem Computer machen Sie so:

  • Drücken Sie die Windows-Taste.
  • Dann schreiben Sie: „Wiederherstellungspunkt erstellen“.
  • Rechts kommt ein Programm. Öffnen Sie es durch einen Klick mit der linken Maustaste.
  • Unten rechts gibt es einen Knopf „OK“. Klicken Sie auf diesen Knopf.

Dann: Cortana ausschalten

Cortana ausschalten ist kompliziert.

Die Seite Howtogeek erklärt das Schritt für Schritt, aber in Englisch.

Das, was die Seite erklärt, können Sie aber auch herunterladen.

Machen Sie die herunter geladene Datei auf und machen Sie einen Doppelklick (ganz schnell 2 x klicken) auf den Namen „Disable Cortana.reg“.

Der Computer fragt Sie, ob er Ihre „Registry“ bearbeiten darf.

Sagen Sie „Ausführen“.

Sie müssen den Computer danach neu starten.

Erst dann ist Cortana aus.

Sie müssen überlegen:

Das Herunterladen der Datei kann unsicher sein: Jemand kann den Link so ändern, dass etwas Böses auf Ihren Computer kommt.

Aber: Alles geht automatisch und Sie können weniger Fehler machen.

Entscheiden Sie selbst.

 

Danach: Bing ausschalten

Auch Bing ausschalten ist kompliziert.

Die Erklärung bei Howtogeek ist wieder in Englisch.

Es gibt auch eine besondere Datei zum Herrunterladen.

Das geht fast wie bei Cortana: Erst machen Sie es auf, dann machen Sie einen Doppelklick auf „Web Searches OFF.reg“.

Dann erlauben Sie (Sie sagen ja), dass Ihr Computer die „Registry“ bearbeiten darf.

Vielleicht müssen Sie den Computer neu starten.

Denken Sie daran: Das Herunterladen ist weniger sicher, aber Sie können weniger Fehler machen.

Entscheiden Sie selbst.

 

 

 

Bonus-Karten – eine Gefahr für Ihre Privatsphäre

Viele Menschen haben eine Bonus-Karte und zeigen diese beim Einkaufen an der Kasse.

Mit der Bonus-Karte werden Bonus-Punkte gesammelt.

Wer genug Bonus-Punkte gesammelt hat, bekommt eine Prämie (ein Geschenk) oder manchmal Geld zurück.

Die Payback-Karte und die Deutschland-Card sind viel benutzte Bonus-Karten.

 

Sie sagen vielleicht: Bonus-Karten sind gut.

Ich bekomme ein Geschenk für meine Einkäufe.

Deshalb sammele ich möglichst viele Punkte.

Ich gehe in die Geschäfte, wo ich meine Bonus-Karte zeigen kann.

 

Wir sagen: Das ist richtig.

Aber: Über die Bonus-Karten geben Sie viele Informationen über sich weiter.

Das ist nicht gut für Ihre Privatsphäre (was privat ist).

Mehr zur Privatsphäre können Sie in unseren Tipps lesen.

 

Bonus-Karten: So werden Ihre Informationen gesammelt:

Sie füllen ein Formular aus, wenn Sie eine Bonus-Karte haben wollen.

Die meisten Menschen füllen alle Felder aus und schreiben auch die freiwilligen (was man nicht muss) Angaben.

Dann wissen die Firmen von den Bonus-Karten schon viel über Sie.

Bei jedem Einkauf bekommen die Firmen mehr private Informationen über Sie:

- Für wie viel Geld Sie in welchem Geschäft eingekauft haben.

- Welche Art von Sachen Sie gekauft haben, zum Beispiel Lebensmittel, Kosmetik, Büroartikel (Sachen für ein Büro wie Papier, Stifte…)

Wenn Sie in vielen Geschäften Ihre Bonus-Karten zeigen, bekommen die Firmen von den Bonus-Karten viele sehr private Informationen von Ihnen.

 

Das machen die Firmen mit den Informationen:

Mit allen Informationen von Ihnen können die Firma ein Profil von Ihnen erstellen (ausrechnen, wie Sie wahrscheinlich sind) und Ihnen passende Werbung schicken.

Dann kaufen Sie vielleicht mehr und geben mehr Geld aus, als Sie wollen.

Und: Die Firmen von den Bonus-Karten können die Informationen über Sie auch an andere Firmen verkaufen.

Sie wissen gar nicht mehr, welche Firmen Informationen über Sie haben.

 

Sie fragen vielleicht: Dürfen die Firmen von den Bonus-Karten das machen?

Wir sagen: Ja. Denn Sie haben auf dem Formular für die Bonus-Karte unterschrieben, dass die Firma das darf.

 

Aber: Sie haben mit Ihrer Unterschrift zugestimmt (ja gesagt), dass Sie einverstanden sind (dass es für Sie O.K. ist).

 

Unser Tipp:

Überlegen Sie:

- Sind die Prämien gut genug für die vielen Informationen, die ich an die Firmen von den Bonus-Karten gebe?

- Will ich meine Bonus-Karten weiter benutzen?

- Oder: Wann benutze ich meine Bonus-Karte?

 

Mehr zu diesem Thema können Sie bei der Verbraucherzentrale lesen.

Leider schreibt die Verbraucherzentrale nicht in Leichter Sprache.

Hilfe nach Phisihng

Das können Sie tun, wenn Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind (jemand Sie betrogen hat):

 

Sie haben Informationen zu Ihrem Online-Banking oder Bankkonto weitergegeben

- Prüfen Sie die Abbuchungen (Bezahlungen) auf Ihrem Bankkonto genau.

   Wenn Sie Abbuchungen finden, die nicht richtig sind: Lassen Sie diese Abbuchungen zurückbuchen (zurückholen).

   Fragen Sie Ihre Bank, wie das geht.

- Rufen Sie bei Ihrer Bank an und lassen Sie Ihr Bankkonto sperren.

   An Wochenenden und abends können Sie auch die Telefonnummer 116 116 anrufen und Ihr Konto sperren lassen.

   In Deutschland ist der Anruf aus dem Festnetz und Handynetzen kostenlos.

   Diese Telefonnummer können Sie 24 Stunden an jedem Tag anrufen und dort das Bankkonto von jeder Bank sperren lassen.

- Wenn Sie Ihr Konto wieder entsperren lassen: Ändern Sie Zugangsdaten und Passwörter für Ihr Online-Banking.

 

Wenn Sie die Zugangsdaten zu Online-Shops oder Diensten weitergegeben haben:

- Melden Sie sich an und ändern Sie Ihr Passwort.

- Prüfen Sie Ihre Bestellungen oder Aufträge.

- Prüfen Sie, ob die Lieferadresse oder die Rechnungsadresse noch richtig sind.

- Stornieren (zurück nehmen) Sie Bestellungen oder Aufträge, die Sie nicht gemacht haben.

- Wenn Sie eine Bestellung oder einen Auftrag nicht mehr stornieren können: Erstatten (machen) Sie eine Anzeige bei der Polizei.

   Informieren Sie Ihren Online-Shop oder den Dienst über die Anzeige und widersprechen (sagen, dass man etwas nicht will) Sie der Bestellung oder dem Auftrag.

   Fragen Sie einen Anwalt.

  Prüfen Sie Ihr Bankkonto und lassen Abbuchungen für Bestellungen und Dienste zurückbuchen.

- Wenn Sie sich nicht mehr bei Ihrem Online-Shop oder Dienst anmelden können: Dann hat der Kriminelle schon das Passwort geändert.

  Rufen Sie sofort Ihren Online-Shop oder den Dienst an oder schreiben Sie über das Kontaktformular eine Mail.

  Lassen Sie Ihr Kunden-Konto sperren.

  Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

  Eröffnen (neu machen) Sie ein neues E-Mail-Konto, am besten mit einer neuen E-Mail-Adresse und einem neuen Passwort.

 

Wenn Sie die Zugangsdaten zu Ihrem E-Mail-Konto weitergegeben haben:

- Ändern Sie sofort das Passwort für Ihr E-Mail-Konto.

- Wenn Sie sich nicht bei Ihrem E-Mail-Konto anmelden können: Dann hat der Kriminelle schon das Passwort geändert.

   Rufen Sie sofort Ihren E-Mail-Provider (Anbieter) an oder schreiben Sie dem E-Mail-Provider im Kontaktformular.

   Lassen Sie Ihr E-Mail-Konto sperren.

   Eröffnen Sie ein neues E-Mail-Konto.

- Prüfen Sie alle Ihre Konten bei Online-Shops und Diensten, bei denen Sie sich mit der alten E-Mail-Adresse angemeldet haben.

   Wenn etwas nicht richtig ist: Machen Sie es so, wie wir es oben geschrieben haben.

   Ändern Sie die E-Mail-Adresse zur Anmeldung auf Ihre neue E-Mail-Adresse und ändern Sie Ihr Passwort. 

   Prüfen Sie Ihr Bankkonto und lassen Sie falsche Buchungen für Bestellungen und Dienste zurückbuchen.

 

Das ist besser: Informieren Sie sich, wie Sie Phishing-Mails erkennen können.

Dann fallen Sie nicht so leicht auf Phishing-Mails herein. Sie haben viel weniger Ärger.